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    http://www.t3-pedia.de/index.php?title=Kühlung#Luftleitpappen
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    Mit Klick auf die Bilder werden sie größer Russland Nach der Ausreise aus der Mongolei fühlen wir uns jetzt schon auf dem Rückweg. Russland, Kasachstan, noch einmal Russland, Ukraine, Rumänien, Ungarn, Slowakei und Tschechien zurück bis nach Niederbayern stehen uns jedoch noch bevor. Mittlerweile wurden für uns alle Grenzübertritte problemlos. „Volkswagen?“ Das war die einzige etwas andere Frage des russischen Polizisten an der Grenze. Freundliche, ja entspannte, Routine bei allen Beteiligten. Altai In diesem Hochgebirge, oft mit dem tibetischen verglichen, waren wir auf dieser Fahrt bereits eine Zeitlang unterwegs. Reicht es doch im Grenzgebiet von Kasachstan, Russland, der Mongolei bis nach China. Nur in seinem russischen Teil scheint es so richtig touristisch erschlossen zu sein. Die hier, ethnisch, hauptsächlich lebenden Russen schaffen es offensichtlich für jeglichen Geschmack und Geldbeutel attraktives zu bieten und in der Saison unmassen Landsleute anzuziehen. Hotels, Camps, Reit-, Trekking-, Wassersportangebote und Museen jeglicher Art buhlen um die viele Kundschaft, die da so zur Verfügung steht. Dafür wird so manches auf den Kopf gestellt Etliche „Privatmuseen“ bieten auf eine andere Art Hingucker neben der Straße und einen gründlichen Einblick in Vergangenheit und Gegenwart: Immer seltener werdende Objekte ziehen die Blicke auf sich Schmuckstücke aus verschiedenen Epochen Gerätschaften aus Haus und Hof Bis zur Wende gab es eine „Gesellschaft für deutsch- sowjetische Freundschaft“, heutige Freundschaften werden nicht nur am Revers gepflegt Overlander Unter den russischen waren wir hier nicht die einzigen Touristen aus dem Schengenraum. Dabei gab es, für unseren Begriff, auch etwas merkwürdige Zeitgenossen: Auf Olchon, der Insel im Baikalsee brachte es ein individuell reisendes Paar fertig, nonstop im Schritttempo an uns vorbei zu fahren. 8500 Kilometer von daheim, trotz meines gewinkten Grußes und sicherem erkennen der Nummernschilder. Hier im russischen Altai wiedergesehen: „Ihr habt es nicht so komfortabel wie wir“, stellte die „sie“ dieses Reise-LKW´s als Begrüßung für uns fest, ohne dass sie auch nur einen einzigen Blick in unser Fahrzeug geworfen hätte. Bis zu ihrer Abfahrt am nächsten Tag dann aber auch nicht... Stress? Überheblichkeit? Gerne hätten wir natürlich die Gründe für unsere jeweils doch anderen Entscheidungen für „dieses oder jenes“ diskutiert. Ob zu erlebten in dieser Reisegegend, sicher aber auch zur Wahl des Reisefahrzeugs. Hier sollten wir dazu keine Gelegenheit bekommen. Leider erlebten wir so etwas öfters bei Eignern mit recht luxuriös anmutenden Reisefahrzeugen. Eigentlich schade. Geben gleichzeitig in der Ferne bereiste Gebiete keinen Anlass mehr zum Austausch, weil sie so ferne sind oder weil der andere auch interessantes, gar nicht alltägliches, zu berichten haben könnte? Ab November 1974 beherrschte uns das Reisevirus schon mal total für 630 Tage, damals genossen wir den Austausch zwischen eigentlich sämtlichen Asien entdeckenden Touristen, die sich mit uns auf diesen Straßen befanden, bei jeder Begegnung. Zu oft, jedoch zum Glück nicht immer, sind in den letzten Jahren unsere Begegnungen mit Eignern großer und oft richtig teurer Reisemobile ähnlich. Mit vielen von ihnen verbinden uns schon langjährige Freundschaften. Subaru Ein technisches Problem und eine überaus gastfreundliche Lösung: Die „Leckölleitungen“ an der Einspritzpumpe unserer heiligen Kuh bekamen wir wegen unpassendem Material seit Wochen nicht wirklich dicht. Als Folge hinterließen wir immer wieder eine Spur von Diesel auf ihrer Fährte. Jetzt hatten wir mit Barnaul in der russischen Region Altai wieder eine große Stadt vor uns in der wir uns technische Hilfe versprachen. Wir benötigten ca. 1 Meter dieselfesten Schlauch mit den Maßen 3,2 x 8.5 mm. Sollte jeder VW T3 Diesel und gleich alte Golf Diesel mit unterwegs sein... Wir versuchten es in der „Automobilen Mall“, im Speckgürtel dieser Stadt. Das Internet gab hier keinerlei VW Vertretung her. Etliche andere internationale Autohäuser standen zur Auswahl. Das Los fiel auf Subaru. Im Kundenempfangssalon traute ich mich einen der dort emsig mit ihren Computern beschäftigten Empfangschefs klar zu machen dass ich, als nicht russisch sprechender deutscher Volkswagen fahrender Tourist, einen ein paar wenige Rubel kostenden Meter Gummischlauch für meinen 31 Jahre alten Bus brauche. „Trauen“ nenne ich dieses Unternehmen in der Vorstellung, dass bei uns irgendwo in Deutschland, ein russischer Lada fahrender Tourist in einer Lada fremden Vertretung nach vergleichbarem für sein Vehikel fragen würde... Bei Subaru Barnaul schauten nacheinander 7 (in Worten sieben) Mitarbeiter in den Motorraum unserer heiligen Kuh, telefonierten ihre Handys heiß mit allen möglichen Zielpersonen und dem Ergebnis, dass einer dieser 7 vor uns durch die halbe Stadt fuhr um uns zum wohl größten (enormes Sortiment) Teilehändler der Stadt zu bringen. Mit dem passenden Meter Schlauch in der Hand war meine Frage nach einer Bezahlung dieser Dienstleistung fast eine Beleidigung... Ein netter Wink vom Helfer, und weg war er. Der Vollständigkeit halber will ich trotzdem nicht verschweigen, dass ich neben meinem unpassenden Ersatzschlauch, in anderen Falten der heiligen Kuhhaut versteckt, dann doch noch ein passendes Stück entdeckte. Beim auspacken zuhause. Dem Packstress vor dem Start geschuldet... Kasachstan Auf Kasachstan waren wir gespannt. Haben wir doch in unserer Heimatgemeinde etliche „Russlanddeutsche“ die aus diesem Land zu uns kamen und uns wenig über ihre frühere Heimat erzählten. Wir wollten ihnen doch gerne von heutigem dort berichten können. Rechtzeitig wurden wir vor der direkten Fahrt auf unserer eigentlich geplanten Route in den kasachischen Süden gewarnt. Da gab es wohl 700 Km lang eine äußerst unsensible Straßenbaustelle. So erfuhren wir es von verschiedenen Overlandern. Originalton aus einem LKW Reiseforum: „Diese Strecke ist eine Herausforderung für Mensch und Maschine!!! Auf einem Teilstück von ca. 100 km darf man 15'000 Querwellen passieren...unser Radstand und Gewicht scheint genau so zu sein, dass sich der LKW schon ab 15km/h extrem aufschaukelt, weshalb wir stundenlang von Rille zu Rille krochen!!!“ Somit peilten wir ziemlich direkt den komfortableren Weg in die Hauptstadt an und sahen Stadtleben zuerst in Pavlodar. Wir genossen dort einen – mittlerweile – gewissen Luxus: Gerne standen wir unter diesem schattenspendenden Baum neben den vielen, absolut nicht auf Störung bedachten Nachbarn: Die hinter dem Friedhofszaun. Zwischen Straße und Friedhof war ein recht großer Platz auf dem am Morgen viele Bagger, Kranwagen, und LKW´s mit Brennstoff, Sand und Kies beladen und andere auf Arbeitsaufträge wartende Baufahrzeuge mit großen Schildern ihre Dienste anboten. In anderen Ländern sahen wir ähnliches schon mit Menschen. Das nennt man dort unverfroren „Arbeiterstrich“. Eine, wie gerade angedeutete, Straßenbaustelle war auf unserer Strecke wohl schon ein paar Jahre Vergangenheit. Wir genossen überwiegend noch einmal eine Steigerung an Straßenqualität, die wir nach Russland nicht mehr erwarteten. Kein Vorteil ohne Nachteil. Ein alter Spruch. Diese Straßen sind gebaut um zügig von einem Ort zum anderen zu kommen. Wir wollten so manches Mal aber nicht bis zu diesem anderen, sondern täglich irgendwann einmal einen angenehmen Übernachtungsplatz aufsuchen. War für die Straßenplaner mutmaßlich keine Vorgabe! Somit konnten wir in der Ferne schon einmal einen vielleicht für uns interessanten Platz entdecken, aber einfach nirgends diese Straße dorthin verlassen. Der Straßengraben oder Leitplanken ließen das einfach nicht zu. Korrupte Polizei? Sämtliche unserer Informationen über das Autofahren in Kasachstan gipfelten in Warnungen vor der extrem schikanösen und korrupten Polizei. Wir waren gewarnt, aber auch gespannt. Mit wirklichem Glück fuhren wir auf unserer Strecke in Kasachstan fast nur gut ausgebaute Straßen. Eine davon war dann auch, wohl schon längere Zeit, 20 Kilometer weit perfekt ausgebaut. Gut für hohe Geschwindigkeiten. Am Anfang stand ein Schild „60“. Wie wohl weltweit irgendwie üblich, blinkt fast jeder entgegenkommende Fahrer wegen einer entdeckten Polizeikontrolle. Hier: Die Geschwindigkeit unserer „Autoschlange“ steigerte sich nie über 50 KM/h! Vorauseilender Gehorsam? Wir selbst hatten in Kasachstan keine einzige Polizeikontrolle! Korruption ist offensichtlich sehr im Fokus. Auf diesem Transparent wird erklärt, dass alles aufgeklärt wird und man doch unter der Telefonnummer 1424 darüber informieren solle. Gezeichnet Agentur der Republik Kasachstan für Angelegenheiten des öffentlichen Dienstes und Korruptionsbekämpfung Friedhof In jedem Land schauen wir interessiert auf die jeweilig sichtbaren Begräbniskulturen. Islamische sahen wir schon oft, nie aber in islamischen Ländern die wir irgendwie als wirklich reich empfanden. Äußere Eindrücke von Friedhöfen: Kleinstädte voller Prachtbauten. Harmonisch zusammen liegende Gemeinden, hier in exklusiven Einzelgräbern nebeneinander. Wohl dieser Kultur gerecht, liegt jeder nach moslemischen Ritual bestattete trotzdem direkt in „göttlicher Erde“ unter freiem Himmel. Astana Für Astana als Hauptstadt waren wir zu spät dran, seit dem 23. März 2019 wurde diese Stadt wieder einmal, zum 5. Mal, umgetauft und hieß zu unserer Zeit somit Nursultan Unser Eindruck von diesem nördlichen Teil Kasachstans den wir befuhren war absolut nur der beste. Er passt eigentlich gar nicht zu dem was unsere heimischen „Russlanddeutschen“ so erzählten. Die lebten dort ja auch nicht als Touristen und erinnern sich heute stark an „absoluten Arbeitsplatzmangel“ mit der entsprechenden Not. Vielleicht fuhren wir nur an Vorzeigeobjekten vorbei? Die Hauptstadt ist jedenfalls hauptsächlich eine architektonische Augenweide! Hier, in Westeuropa, kann man sich kaum vorstellen, was dort bis heute alles errichtet wurde. Solche Vielfalt an modernsten Hauptstadt- „Hinguckern“ sahen wir äußerst selten. апко маркет (Alkohol Markt) Zum Einkaufen gibt es offensichtlich alles. Für alkoholische Produkte, in diesem islamischen Land, standen ganz exklusive Inseln bereit, die aber auch alles anboten, was auch nur Appetit auf Alkohol machen könnte. Service Manchmal leiden wir unterwegs auch unter höherem Entwicklungsstand der Infrastruktur: Je mehr die Bewohner in ihren Häusern fließendes Wasser aus dem Hahn oder so nutzen können, gibt es immer weniger Notwendigkeit, öffentliche Wasserstellen vorzuhalten. Man muss die Augen schon offen halten um nicht trocken zu laufen. Äußerst selten, selbstverständlich per Schild angekündigt und von vielen gerne angenommen Überall „im Osten“ empfanden wir das Thema Müllentsorgung nach unseren heimatlichen Begriffen total unbefriedigend gelöst. Weitgehend wird Müll „vom Winde verweht“ und überlebt so halbe Ewigkeiten. Als wirksamste Problemlösung empfinden wir, wie hier, feuerfeste dezentrale Sammelbehälter in denen immer wieder gezündelt wird. Die werden meist gut akzeptiert und die Umgebung so geschont. Klar, die Luft leidet... Um diese Rastplätze noch zu toppen, verfügen sie oft auch noch über eine „Rampe für alle“, die jedermann benutzen kann, der irgend etwas unter seinem Auto machen will. Die sind ein angenehmes Erbe aus Sowjetzeiten. In diesem nördlichen Teil Kasachstans steigerte sich ein gewisses „Ewig“ noch einmal auf dieser Reise. Mit unseren üblichen ca. 80 Km/h „Spitze“ wurde „kilometerweit“ und „stundenlang“ an immer gleich bepflanzten Feldern entlangfahren doch noch getoppt durch „tagelang“: Zwar unterbrachen während diesem „tagelang“ immer wieder Städte und Städtchen diese Gleichartigkeit, um dahinter doch wieder gleichen Bewuchs sehen zu lassen. Zu warm Überhaupt nicht genießen konnten wir die, in diesem Jahr für uns extrem hohen Sommertemperaturen. Und den über viele hunderte Kilometer, gleichzeitig fehlenden (absolut kein Baum und kein Strauch) Schatten jeder Art. Hier genossen wir abends den Schatten auf der einen Seite dieses total leerstehenden, noch nicht bezogenen, Gebäudekomplexes um uns morgens auf die andere Seite zu retten. Toll. Doch äußerst merkwürdig war, dass wir die ganze Zeit lang keinerlei Sicherheitsmenschen zu sehen bekamen. Uns passte das. Somit erlebten wir, wie auch in den meisten „Aus“ -ländern genossen: Man sucht offensichtlich nicht nach Herumstehenden, die „das doch gar nicht dürfen...“. Insassen schwererer (auch Reise?-) Fahrzeuge nehmen die Schilderaufsteller manchmal das fahren in den wärmsten Tagesstunden vorsorglich ab. Der Asphalt bleibt so besser in Form... ????? Langsam mussten wir aufpassen dass wir noch ausreichend Tage in unserem Russlandvisum bis zum dortigen, endgültigen, Ausreisedatum übrig haben würden. Unsere (Visa)Reisezeit drängelte also schon etwas bald die letzte Etappe in Russland anzugehen. Erleichtert wurde die Entscheidung durch unsere Internetabfrage des Langzeitwetterberichtes in “unserer“ Region und der Vorhersage, dass es in Richtung Russland demnächst ca. 5° C kühler, südlich ca. 5° C wärmer werden sollte... Empfanden wir als „Gehhilfe“, den landschaftlich offensichtlich attraktiveren Süden Kasachstans für eine kommende Jahresreise vorzusehen. Rechnerisch war uns schon immer klar, dass wir wohl irgendwann einmal im August hier herumfahren würden. Je mehr Reisemonate man von Haus aus einplant, um so unflexibler wird man natürlich irgendwo beim Begriff Wetter: Um´s Jahr herum ist ja überall fast immer alles dabei. Wieder Russland Heute, 22.8. haben wir die Grenze passiert. Von Kasachstan schnell wieder nach Russland. Da konnte doch noch keine Heimatluft aus Niederbayern zu wittern sein? Diese Querungen werden immer angenehmer. Vom 1. Grenzer, der einen kleinen Laufzettel ausstellt, mit dem Kennzeichen und der Anzahl der Insassen (der wird von jedem weiteren Bearbeitenden abgestempelt und am letzten, wenn komplett, eingezogen). JEDER war hilfsbereit und „belästigte“ einen nur so kurz wie möglich. Bei der Aus - wie bei der Einreise! Weil wir bei der Einreise nach Kasachstan kein Visa brauchten (als deutsche bis 30 Tage) bekamen wir 2 Stempel auf den „Migrationsschein“ und hatten dort somit offensichtlich auch die lästige „Registrierung“ (Thema im 2. Teil dieses Reiseberichtes, aber auch schon 2013 https://www.wohnmobilforum.de/w-t119578.html in Pskov/ Russland) umgangen. Da Russland mit unserem letzten Land Kasachstan eine Zollunion darstellt, brauchten wir hier auch keine neue (Zoll-)Deklaration erstellen. Solche positive Stimmung erfasste wohl auch alle anderen Nationen an dieser Grenze. Fast ein jeder brachte für uns das Deutsch hervor, was er so in sich hatte. Ergebnis: Nach unserem letzten „do swidania“ lachte und winkte der ganze Kontrollpunkt! Tatarstan In vielen Berichten über unsere im Westen, Osten, und Süden bereisten Länder nehmen Betstätten dortiger Religionen einen großen Teil ein. Viele Jahre lang haben wir die schönsten auf unseren Reisen bewundert und waren meistens hoch beeindruckt. Irgendwann war die Neugierde daran aber gesättigt. Vielleicht weil sich das übertrumpfen von sakralen Kunstwerken immer zu wiederholen schien? Auf den komprimierten „Tempel aller Religionen“ bei Kasan in der Republik Tatarstan waren wir aber doch gespannt. Lohnte sich dann richtig. Eldar Khanow: „Ich hörte eine Stimme, die mir sagte, 'Eldar, du musst morgen um sechs Uhr früh aufstehen, dir eine Schaufel nehmen und damit beginnen, den Grundstein für einen Tempel aller Religionen zu legen'!“ Der muslimische Bildhauer, Maler, Dichter und Wunderheiler für Alkoholismus, Drogenabhängigkeit und verschiedenen anderen Krankheiten, begann am nächsten Morgen mit dem Bau. Ohne jegliche Religionsgemeinschaft, Kunstverein oder Bauträgergesellschaften. Das Ergebnis soll dann mit 16 Kuppeln als Symbol für 16 Weltreligionen ein „Tempel der Kultur und Wahrheit“ sein. Seine Grundüberzeugung: Dass Gott, gleich in welcher Religion, Einer ist. Religiöse Zeremonien sollen dort nicht stattfinden. Seine Patienten helfen ihm, den Tempel zu erhalten und weiterzuentwickeln, entweder durch direkte Beteiligung an den Bauarbeiten oder durch Sponsoring. Bauherren Für mich ist das Religionsunterricht vom feinsten! Eldar Khanow Russisch Orthodox Buddhistisch Ägyptisch …. Hinduistisch …. Finger weg! Eine Besonderheit, die es weltweit in der Umgebung sämtlicher touristischer Sehenswürdigkeiten gibt, entdeckte ich später beim sichten der Fotos von der Festplatte: Aus einem Fenster dieses Gebäudekomplexes empfand ich einen Gemüsegarten fotogen neben einem normalen Haus. Ich „schoss“ es. Später sah ich auf dem Bild, dass auch unsere heilige Kuh mit drauf war. Sie hatte offensichtlich aber auch noch einen weiteren Fan: Dessen linke Hand war in diesem Augenblick für unsere Begriffe bemerkenswert nah am Öffnungsgriff der Schiebetüre. Die war wie immer verriegelt! Welcher der vielen Schutzengel war uns denn hier hilfreich? Überraschung immer wieder anders: Für uns bot der 2. September eine Neuigkeit. Googleübersetzt stand auf Schildern vor abgesperrten Alkoholregalen in den Supermärkten des Rajon Vladimir: Nach dem Gesetz der Region Wladimir vom 14. 10. 2019 über die Festlegung der Zeit. Bedingungen und Einzelhandelsstandorte von Alkoholprodukten im Gebiet Vladimir 2. September wird Alkohol nicht verkauft. Seit unserem 1. Besuch Russlands, 2013, sehen wir den ständigen „Kampf Putins“ gegen den Alkoholismus im Land. Damals gab es z. B. Pet- Bierflaschen noch bis 5 Liter, dieses Mal höchstens noch 1,5. Wir glauben allerdings nicht, dass vorher angekündigte Tagesverkaufssperren den Konsum wesentlich beeinflussen. Destilliergeräte für hochprozentiges sahen wir in feinsten Einkaufszentren, aber hier auch am Straßenmarkt. Überangebot Langsam kamen wir der Ausreise aus Russland immer näher. Da dachten wir, vielleicht hätten wir uns doch noch „Sehenswürdigkeiten“ anschauen sollen. Wir losten Suzdal aus: Am berühmten „Goldenen Ring“ im Westen Russlands gelegen, ist dies eine der bekanntesten. Wir fanden dort so viele Gotteshäuser, Klöster und Museen, natürlich neben vielem Gastgewerbe und Souvenirhandlungen, dass wir uns eigentlich dadurch schon leicht überfordert fühlten und fast schon kapitulierten. Nur eines „zogen wir uns rein“; das Dorfmuseum mit dörflichen Gebäuden aus verschiedenen Regionen der Föderation. 400 Rubel Eintritt pro Person für ein recht überschaubares Angebot. In Suzdal, ob des enormen Touristenaufkommens wohl „im grünen Bereich“? Für unsere nächsten hundert Reisejahre reicht uns solch ein Kulturerlebnis aber schon wieder... Solche Bilder gibt es weltweit Moskau Nach 6 Jahren wieder in Moskau finden wir dieses Mal einen richtigen Campingplatz vor. Recht zentrumsnah, am Rande eines sehr gepflegten Parks. Sehr ruhig für diesen Moloch von Großstadt. Dieser Platz ist gut bis sehr gut ausgestattet. Jetzt in der Nachsaison, vom 29. August bis 1. September, sind wir 1 x 3, die nächsten beiden Nächte dann 2 Mobilcamper. Der sehr gut deutsch sprechende Betreiber erklärt uns, dass er den Platz über den Winter wohl schließen werde, weil es sich dann nicht rechne. Glauben wir. Das Thema „Registratur für Touristen“ bekommt für uns hier eine neue Dimension: Durch Forenbeiträge vorbereitet, bei denen LKW Touristen ohne Registrierung irgendwo auf ihrer Reise in Russland schon ganz der Aufenthalt auf diesem Campingplatz verweigert wurde, waren wir gespannt und erlebten ein etwas merkwürdiges Spiel: Der Eigner meinte bei der Anmeldung, da wir bisher auf unserer bisherigen Reise ja noch nicht registriert seien, könnten wir hier nicht campen. Nach einem recht netten Gespräch meinte er auf einmal, gegen Barzahlung(?) ginge das wohl doch für eine Nacht. OK. Kommt danach jedoch ans Auto und meint, da er ja am nächsten Tag eh zur Polizei müsse, könne er vielleicht bei einem guten Bekannten etwas für uns tun... Konnte er dann wirklich und brachte uns den Registrierungsbeleg. Er wollte keinerlei Diridari (niederbayerisch für Geld), also nichts dafür. Wir buchten noch für 2 weitere Nächte, zahlten den Preis laut Aushang, und hatten bis zur Abreise weiterhin ein sehr gutes Verhältnis mit ihm. Wir müssen ja nicht immer alles verstehen... Unsere Innenstadtrundfahrt machen wir selbstverständlich wieder mit der heiligen Kuh! Dabei empfanden wir die Fahrweise der Moskowiter, im Gegensatz zu den Schnellstraßen in Richtung Moskau wieder äußerst routiniert und rücksichtsvoll! Vor dem Roten Platz waren total viele Marktstände aufgebaut, so dass wir leider nicht noch einmal ein Foto mit der heiligen Kuh dort schießen konnten Deshalb hier das alte. Schon vor 6 Jahren, dieses Mal wieder an vielen Stellen, sahen wir städtische „Wasserwerfer“ die sehr gründlich die Straßen sauber spritzten. Auf dem Foto gleich 4 Stück nebeneinander. Überholende Autofahrer schlossen eben ihre Fenster. Wenn damit nicht eine Menge Feinstaub gebunden wird... Im Gegensatz zu unserem 1. Besuch in Moskau gibt es mittlerweile auch dort kostenpflichtige Parkplätze! Wie das Bezahlen funktioniert wissen wir nicht. Nur im Zentrum selbst sahen wir ähnliches wie Parkautomaten. Freitag der 13. Ausreise von Russland in die Ukraine. Irgendwie wurde die Grenzabfertigung auf diesen „Ostlandreisen“ immer logischer, einfacher und zeitlich kürzer. In Russland war sie fast schon perfekt und eigentlich nicht mehr einfacher denkbar. Wenn schon Grenzen... Kein Laufzettel mehr. Bei der Passkontrolle wurden unsere diesmaligen 3 Aufenthalte in Russland anhand der Stempel im Pass penibel nachgerechnet. OK. Wir hatten unsere, bei dem Halbjahresvisum erlaubten 90 Aufenthaltstage bei den 3 Aufenthalten, nicht überzogen. Uff! Dazu sei gesagt, dass wir den Registrierungsbeleg, den wir vom Moskauer Campingplatzchef bekamen, bewusst zurück hielten um uns unsere Theorie, dass Wohnmobilisten die nicht mehrere Tage an einem Ort verbringen keine Registrierung benötigen, zu bestätigen. Wir wurden nie danach gefragt Siehe unsere Erfahrung 2013 bei der Touristinformation in Pskov. https://www.wohnmobilforum.de/w-t119578.html NUR: Die Zolldeklaration wurde uns von einem „Offiziellen“ abgenommen und irgendwo hin verfrachtet... Nach Pass OK und Zoll OK, sollten wir aus der Kontrollstelle ausreisen dürfen: Unsere Zolldeklaration, die dann abgestempelt der Beweis wäre dass wir unser Auto ordnungsgemäß wieder ausgeführt hätten, war noch bei irgend einem „Offiziellen“. Ich weigerte uns, den Weg aus der Station zu gehen... Ein Beamter erklärte das an einem Zollschalter, da kam dann nach einiger Zeit doch die abgestempelte Deklaration raus. Diese, abgestempelte, Deklaration hat offensichtlich schon mancher als Beweis gebraucht um das Gegenteil einer illegalen Fahrzeugeinfuhr zu beweisen... Schlussendlich: Ein junger Uniformträger am Schlagbaum versuchte sich mit seinen Englischkenntnissen. Sehr nett und aufmerksam. Er freute sich als letzter offensichtlich auch besonders über Iris ihr abschließendes „Do swidania Rossia“. Upps, das war ja schon wieder ein Grenzübergang... Wieder Ukraine Einreise in die Ukraine. Wieder total stressfrei! Zollbeamtin hatte kleines Problem mit dem Wort „Wohnmobil“ in der Zulassung. Kannte sie selbst wohl noch nicht. War ja auch deutsch. Chef fragte nach „Solarpaneel“. Interessehalber. Diesel wird wieder teurer: € 0,82/ Liter. Jetzt haben wir ja eine Grenze gequert, die zwei Länder mit einem recht angespannten Verhältnis trennt. Bewusst sind wir in größerer Entfernung nördlich von Luhansk und dem Donezbecken eingereist. Diese Gegend ist nicht gerade wirklich weit von den Unruhegebieten um Donbass entfernt. Das Schlafplatzsuchen wurde leicht spannend: Auf dem abgeernteten Feld kam bald ein UAZ Geländewagen mit leicht alkoholisierten, nach „Terroristi“ fragenden (?), die uns dann aber „gute Nacht“ wünschten und danach auch noch andere Fahrzeuge vorbei. Wir fühlten uns nicht wirklich wohl und fuhren auf den nächsten belebten Marktplatz, der jedoch sehr laut und unschön für eine Nachtruhe war. Dann fanden wir eine Reihe belebter „Schinomontasch-“ (Reifenmontage- und Reparaturwerkstätten fast an jeder Straßenkreuzung östlich Polens) nebst anderen Servicehütten an einer Bahnschranke und suchten einen Stellplatz daneben im dunklen. Ich fragte aber doch noch, ob wir da wohl gut stehen würden. „OK. Aber doch bitte besser hier vorne im Licht...“ Das war eine deutlich nervöse Stimmung, wie wir sie auf unseren Reisen schon ewig nicht mehr kannten. Die meisten unserer in der Ukraine befahrenen Straßen wurden quälend schlecht. Wenige, auf der Landkarte rot eingezeichnete, waren manchmal sehr gut. Die meisten jedoch sehr stark geflickt und von der Hitze aufgeweicht, mit tiefsten Wellen durchzogen. Einen kleinen Versuch, die untergeordneten gelb markierten Straßen kennen zu lernen, wollten wir dann doch nicht weiter verfolgen: Die Löcher wurden noch tiefer und scharfkantiger. Rot in der Landkarte Gelb in der Landkarte Aber auch dort: Die 2. Hauptstadt des Landes auf diesem unserem Wege, Charkiv, ist offensichtlich nicht die ärmste und wirkt auf uns schon wie eine sehr moderne Insel in ihrer Umgebung. Was die gesamte Optik anbetraf. Trotzdem für uns etwas ganz neues: Anstatt ukrainischer Hrywnja auszugeben, hatte der Bankomat der OTPbank bei unserem Versuch „Geld zu ziehen“ nur einen Ausdruck „CAN NOT PROCESS AMOUNT NECESSARY NOTES ARE OUT OF STOCK“ Soll heißen „Kann ich nicht machen, die notwendigen Scheinchen sind nicht vorhanden“! Finanzproblem. Da ging es doch immerhin um die Landeswährung. Na gut: Reisen bildet? Ab dem nächsten Bankomaten gab es dann aber wieder gewünschtes! Technisches Problem Ein gewisses Scheppern beim Gaswechsel. Beim allmorgendlichen Rundgang um die heilige Kuh bestätigte sich der Verdacht: Ein Halter zwischen Ölwanne und Schalldämpfergummielementen, das „Stegblech“ war gerissen. Der Auspuff klapperte! Mit Schlauchschellen, 8er Ringgabelschlüssel und Gummis provisorisch repariert. Will es aber doch noch vernünftig machen und irgendwie schweißen. Zurück in Richtung Kremenschuk, in der 1. Werkstatt mussten die Leute wirklich mühsam überzeugt werden, dass nur das Schweißgerät benötigt wird und ich alles montieren und so an der heiligen Kuh selbst machen will. An meiner heiligen Kuh! Das stellte sich dann doch als aufwendiger heraus, weil eine Schraube sich nicht demontieren ließ und ein Teil gefertigt werden musste. Da bewunderte ich eine sehr gute, fachmännische Arbeit, die man uns dann leistete. Wir kooperierten blendend! Das Problem kam beim bezahlen: Wie schon in Russland wiederholt erlebt, wollte man auch hier absolut keinerlei Bezahlung. Gerade, dass wir noch eine Flasche guten Wein da lassen konnten. Diese Art von „Zahlungsschwierigkeiten“ hatten wir ja auch schon wiederholt in Russland. Bleibt immer wieder schwierig. Das Foto mit dem Werkstattmeister durfte ich nur knipsen, weil ich ihm versprach ihn nicht im Internet zu zeigen. Deswegen oben „nur“ sein Geselle neben meiner Kopilotin. An den Grenzen der Ukraine scheint es offensichtlich normal geworden zu sein: Auch dieses Mal in Richtung Rumänien wurden Pässe und KFZ Schein am Fahrzeug abgenommen, im Büro behandelt und zum Fahrzeug zurück gebracht. Die Zollkontrolle beschränkte sich auf das zählen der Personen in unserem Auto. Rumänien Hier traten wir, mit einer gewissen Neugier, also wieder in die EU ein. Die Grenzabfertigung war mehr wie oberflächlich. Fast schon unwillig. Schweinepest oder so? Kein Thema. Auf Rumänien waren wir schon immer recht gespannt. Wollten wir dann einmal „im Alter gründlich besuchen“. Das war uns doch wirklich noch Neuland. Aus innerbetrieblichen Gründen wollten wir hier erst einmal auf einem Campingplatz stehen. Seit dem letzten in Moskau finden wir in diesem Land gleich eine recht große Auswahl. Wir konnten auf einmal wieder endlos mit vielen auf deutsch palavern. Tat uns wirklich gut. Etwas wunderten wir uns jedoch, dass 12 der deutschen Wohnmobile da, in Rumänien, mit ihren Besatzungen zu einer geführten Gruppe mit rumänischer Reiseleiterin und so gehörten. Deutschland und zurück... Hätten wir, so kurz vor unserer Haustür, nicht mehr erwartet, liegen mit unserer Einstellung aber wohl „daneben“. Russisch Roulette: Nach den ersten 2 Stunden in den Bergen der Karpaten gab es, bergauf hinten in der heiligen Kuh im 3. Gang, ein von gaaanz früher her bekanntes ungutes Geräusch: Klack klack klack, synchron mit den Radumdrehungen. Vermutlich wollte sich da ein Gleichlaufgelenk verabschieden. Das ist dieses kardanähnlich „biegsame“ Teil, welches Motorkraft vom Getriebe zu den Antriebsrädern in allen Phasen des einfederns weiterleitet. Zwei gibt es davon rechts, zwei links (bei Autos mit Einzelradaufhängung). Missachten dieses Themas hatte gaaanz früher schon einmal den Abschleppdienst aktiviert.. Drunter kriechen, keinerlei Temperaturunterschied zwischen rechts und links, außen und innen. Nochmals gehorcht, vielleicht doch eher links?! Tausche, innerhalb von 1,5 Stunden, auf Verdacht von diesen vier das linke an der Getriebeseite aus. Davon hatten wir 2 Stück in unserer 185 Posten zählenden Camping- und Ersatzteilesammlung... Auf den ersten Kilometern blieb es lautlos dahinten. Nächster Tag: Nach ca. 150 weiteren Kilometern, auch im kurvigen Höchstleistungsbereich, scheint alles in Ordnung zu sein! Wir trauen uns weiterhin die Berge zu. Die Patrone war doch in einem anderen Schacht... Rumänien ist schön, alles was wir von diesem Land bisher so sahen! Nach vielen Beobachtungen in den weiter östlichen Ländern empfinden wir hier bisher alles recht gleichmäßig verteilt. Wahrscheinlich würden zu dieser Beobachtung viele Rumänen protestieren? Überall sahen wir Häuser und Grundstücke, die nicht nur mit viel Liebe, sondern auch recht viel vorhandenem Baumaterial individuell hergerichtet wurden und werden. Im Autoverkehr ist es sehr ruhig fahrbar. Die Anzahl der „Deppen“ scheint uns nicht größer wie daheim. Die Qualität der Hauptstraßen reicht von meist sehr gut, bis ein wenig schlaglöchrig. Für entsprechend Interessierte bleiben aber doch noch viele Kilometer Schotter- ja auch sehr viele Offroadstrecken übrig. Neben diesen Straßen könnten wir uns gut auch noch Bären vorstellen... „Im Auge“ haben wir Rumänien ja schon seit Jahren. Jetzt ist dieses Land fest eingeplant! 25. 09. 2019, Bei Satu Mare aus Rumänien einfach raus gefahren... Ungarn Die Einreise nach Ungarn war irgendwie die chaotischste der ganzen Reise. Vor dem Kontrollpunkt erlebten wir ein rücksichtsloses vordrängeln anderer Autos, wie vor Jahren noch im Balkan oder in Afrika. Auch da wünschten wir uns oft eine regelnde „Staatsmacht“ oder so... An dem nicht kleinen Kontrollpunkt leuchteten 2 Ampeln für Fahrzeuge aus der EU grün, eine Spur davon war jedoch unbesetzt und abgesperrt die andere „offene“ Spur mit einem „Problemfall“ ewig zu. Der offizielle Schalter an dem die, unseren Informationen nach, benötigte Mautvignette verkauft werden sollte, geschlossen. Einen Schalter, in einem kaum gekennzeichneten Gebäude, an dem uns von absolut privatem Unternehmer hinter dem Kontrollpunkt die Vignette verkauft wurde entdeckten wir doch noch. Es war spät am Abend, schon lange dunkel, und regnete. Die Dorfstraßen kaum beleuchtet. Wir suchten wieder einen Platz für die Nacht. Lange. Da entdeckten wir rechts einen, ein wenig beleuchteten jedoch riesengroßen Platz. Etwas breit, aber doch länger... Total ruhig; geeignet?! Um 4 Uhr 45 kam der erste Beschicker dieses Marktplatzes, der seine Sachen auspackte, den Schirm aufbaute, uns nicht beachtete... Der blieb natürlich nicht der einzige! Um 5 Uhr 45 fuhren wir dann doch weiter... Wir verbuchen das unter positiv, weil wir keinerlei bösen Blick oder so bekamen. Dann am nächsten Tag: Der Schalldämpfer war wieder locker! Ein, eigentlich schon verstärktes, Gummischwingmetall war gerissen. Wurde gegen ein ebenfalls „verstärktes“ getauscht. Haben jetzt noch 1 normales in Reserve. Insgesamt hielt dieses Teil doch schon auf vielen Kilometern Schlaglochstraßen... Endspurt Die angedachte Weiterreise von Ungarn nach Niederbayern auf der direkten Stallluftlinie würde ab hier über Österreich ins Bayernland gehen. (Über)- vorsichtig wie wir manchmal gerne sind, recherchierten wir im Internet nach Reiseinformationen zu dieser Gegend, die wir vielleicht noch nicht kannten: Prompt lasen wir aus der ADAC Reiseinformation heraus, dass unser Stinker (VW Diesel Bj. 1988) wegen seiner „Schadstoffarm E2/Nachg.“ Einstufung in der „Zulassungsbescheinigung Teil 1“ neuerdings in so ziemlich ganz Ostösterreich Hausverbot hätte. Sogar in seiner Geburtsstadt Graz (bei Steyr Daimler Puch, als Syncro)! Wien und einige östliche Teile Niederösterreichs, Burgenland und weite Teile der Steiermark Verkehrsbeschränkungen für als Lkw zugelassene Kraftfahrzeuge der Klasse N. Fahrverbot für Fahrzeuge mit den Emissionsklassen Euro 0, 1 und 2. Abgasplakette ab Emissionsklasse Euro 3 Ok, somit hatten wir also noch ein paar zusätzliche Kilometer mehr bis zum Heimatstall vor uns... Die über die Slowakei und Tschechien waren dann auch äußerst angenehm und brachten uns bei herrlichstem Herbstwetter über ebenfalls wunderschöne Landschaften nach Bayern. Hätten wir nicht gehabt, wenn wir den 2. Satz in dem Zitat nicht auf unsere heilige Kuh bezogen hätten. Der bezog sich, nach der Rückkehr recherchiert, doch nur auf entsprechende Lkw´s. Rückzahlung Prinzip, altmodisch oder übervorsichtig? Warum bisher auch immer: Wir benutzten unsere Geldkarten möglichst nie an irgendwelchen Kassen um bargeldlos zu bezahlen. Nix gläsern! Glücklicherweise machten wir beim Eintritt in die BRD aber dieses Foto: Die € 1800,00, die wir vor dem Start zu dieser Reise u.a. für unsere Auslandsreisekrankenkasse (wieder der Link dazu im 1. Teil dieses Reiseberichtes hier:) https://www.wohnmobilforum.de/w-t138925.html investieren mussten, konnten wir per Teilrückzahlung durch die Versicherung deutlich reduzieren. Wir mussten dazu nachweisen, dass wir die abgeschlossene Versicherungsdauer unterschritten hatten. Normalerweise gilt dazu ein Rückflugticket, kartenbezahlte Tankrechnung oder ähnliches als Beweis. Konnten wir nicht mit dienen... Dank heutiger Techniken ließ sich mit dem Digitalfoto jetzt aber das Aufnahmedatum nachweisen und funktionierte einwandfrei... Vielleicht aber auch wegen dem Erfahrungsschatz der Assekuranz? Jetlag und so... „Für die meisten Reisenden ist der Jetlag schlimmer, wenn sie in Richtung Osten reisen“, sagt Google. Stimmt. Nach Osten wurden die Tage schnell kürzer, zurück kamen wir aber mit unserem Zeitgefühl doch auch wieder kräftig durcheinander. Gefühlt. Während dieser 142 Tage Fahrt in unserem „Wohnklo mit Kochnische“, also unserem Reisemobil das uns alles bequeme für einen kompletten Tagesablauf überall auf jeglichen Reisen ermöglicht, fehlte uns etwas enorm wichtiges: Bewegung. Im Blick auf eine, dieses Mal, vielleicht „haarige Strecke“ und dafür besser geringerem Gesamtgewicht unserer heiligen Kuh ließen wir seit langem wieder einmal die Fahrräder daheim. Die Entscheidung war wohl richtig, wir saßen aber doch zu lange auf unseren 4 Buchstaben um daheim alleine durch die üblichen vermehrten Fußwege als Strafe keinen tüchtigen Muskelkater in den Waden kennen zu lernen. Das ist aber nicht wirklich ein Problem. Gesundheitlich litten wir beide unter der großen Hitze in Kasachstan. Da öffneten wir in den brutal warmen Nächten sämtliche unserer vielen Lüftungsmöglichkeiten im Wohnklo mit Doppelbett. Durch die Zugluft handelte sich die Iris einen leichten grippalen Infekt ein, ich rief bei dieser Verteilung wohl lauter „hier“ und schaffte es zu Ohrenschmerzen. Ohne die fachmännischen Hilfen lokaler Apotheken wäre das wohl eine Mittelohrentzündung geworden... Daheim Am 23.10.19 standen wir mit der heiligen Kuh direkt wieder vor den uns nicht neuen Toren. In 142 Tagen fuhren wir 21872,5 Kilometer Gesamtfahrstrecke, durchschnittlich also 154,03 Kilometer am Tag und verbrannten dabei 2027,51 Liter Diesel. „Ein technisches Problem, das sich mit Bordmitteln lösen lässt, ist keines.“ So habe ich es aus einem Forum kopiert... Also 1. Beim ersten Aufenthalt in der Ukraine begann das Problem mit den leckenden Leckölleitungen der Einspritzpumpe unserer heiligen Kuh. 2. Kurz hinter Olchon, der Insel im Baikalsee, hatte die Startbatterie wohl einen Zellenbruch. „Hatte fertig“. Mit den Bordbatterien waren wir aber weiter mobil. Zum deutschen Diskounterpreis bekamen wir sofort eine neue. Koreanische. Funktioniert bestens! 3. Gleichzeitig fielen beide Standheizungen aus. Da war ein Kraftstoffschlauch T- Verbinder, über den beide Heizungen ihren Kraftstoff bekommen sollten, angebrochen. Mein Installationsfehler. 4. Der beschriebene Teil des Auspuffhalters war gebrochen. 5. Ein Gleichlaufgelenk gab seine lautlose Funktion auf. 6. Ein Auspuffschwingmetall ebenfalls. 7. Wir hatten keinen einzigen Platten auf der gesamten Reise! So gesehen hatten wir auf dieser Reise eigentlich nur 1 (in Worten ein) technisches Problem... Alles zu positiv? Wir lesen ja auch Reiseberichte anderer, wissen somit, dass unsere oft positiver über Länder und Leute berichten. Unsere sind deshalb aber nicht unglaubwürdiger! Wir denken, dass wir oft einen gewissen Altersbonus eingeräumt bekommen und somit manches Mal rücksichtsvoller behandelt werden. Da wir (zusammen) mittlerweile 150 Lenze genießen konnten, genießen wir den einfach. Wir provozieren ja niemanden... Jetzt, da ich mit dem Schreiben dieses Reiserückblickes (ist ja schon lange 2020) fast fertig bin, brachte die jüngste Vergangenheit vieles durcheinander. Rechtzeitig noch durfte ich mir einen viele Jahrzehnte lang gewachsenen Wunsch erfüllen „auf dem Landweg nach Ulan Bator, Naadam und so...“. Dazu verhalf mir meine bessere Hälfte gemeinsam mit der heiligen Kuh, unserem vor 30 Jahren angestammten VW T3 Syncro Bulli Reisemobil. Dies hatten wir uns in den vergangenen Jahren technisch immer wieder mehr und mehr optimiert. Trotzdem, oder gerade deshalb (?), hatten wir 4 Wochen nach der Rückkehr von dieser Reise, einer Außenwäsche, einem Öl- und Filterwechsel nach 35 Minuten Prüfzeit das Dokument für eine Oldtimerzulassung, also das „H“ Kennzeichen, in der Hand. Macht uns schon mächtig stolz. Gleich ist Schluss mit dieser Geschichte Gerne würde ich ja noch viele solcher Berichte schreiben, fürchte jedoch dass Corona das noch lange verhindern wird. Foto: Margot Kirzinger Wenn Ihr jetzt alle 4 Teile dieses Reiseberichtes vollständig gelesen haben solltet, habt Ihr das im großen Maße meiner, seit fünf Jahrzehnten mitreisenden Partnerin, Ehefrau, Medizinfrau, Köchin, Navigatorin, Computerfreakadelle und „Psychologin bei vielen „haarigen“ Reisebegegnungen“ zu verdanken. Weil: Lektorin wäre als Beschreibung dafür einfach nur untertrieben. Mein Dank an mein Weib! Grüße an Euch alle. PX (Pleipt Xunt) Rolandderältere
  3. 1 point
    der hombre hat auch mehr auf den rippen als du
  4. 1 point
    Guter Einstieg, einmal Boxer, immer Boxer. Bei mir hat das Autoleben auch mit mehreren Enten angefangen. HY ist natürlich hübsch, aber mit dem VW-Bus liegen wir sicher richtiger. Grüße Ralf
  5. 1 point
    Ja in meiner Werkstatt is jetz alles "staubig" aber schaut euch an wie hübsch der jetz is
  6. 1 point
    Such dir einen anderen Karosseriebauer wenns schon ein Problem ist die Löcher zuzuschweißen... Nicht vergessen auch auf der Hinterseite grundieren!
  7. 1 point
    Hallo. Daß Hydros nach längerer Standzeit klackern, ist normal. Das sollte aber nach ein paar Kilometern aufhören. Als "bekanntes Leiden" würde ich das aber nicht bezeichnen, eher als bauartbedingt und nicht nur beim T3 auftretend. Grüße Ralf
  8. 1 point
    Die Einspritzpumpe wurde erneuert, das Pickerl gemacht. Der Franz war dann noch so nett und hat die Einspritzmenge erhöht und den Schlauch für die LDA wieder angesteckt (da hätte ich auch selber draufkommen können ). Ich habe dann am Fr gleich eine ausgedehnte Probefahrt ins Burgenland gemacht und bin echt begeistert. Beschleunigt wieder schön und hätte wahrscheinlich auch noch mehr als 120 km/h geschafft, aber da war es schon sehr laut und er hat mir leid getan.... Das hat mich dann dazu bewogen, die neuen Sommerreifen (205 R14C) , die ich vom Grünen noch in der Garage liegen hatte, zu montieren (um die Optik aufzubesseren). Ja, er sieht damit deutlich besser aus, aber man merkt schon, dass er mit den kleinen Reifen (185er) schon spritziger war. Ich werde am Sa noch damit in die Steiermark fahren und werde schauen, wie er sich auf der Autobahn und am Semmering damit tut. Nun meine Frage: ich habe in der Bedienungsanleitung noch einen 205 70 14 gefunden, der ja gefühlsmäßig zwischen den beiden Dimensionen liegt. Hat damit jemand Erfahrung? Danke
  9. 1 point
    das sind meine Favoriten in 15“ (und auch in 16“): lg phil
  10. 1 point
    Da biste im Seniorenheim der King!
  11. 1 point
    DOT 4 = "klassische" Bremsflüssigkeit, zieht Wasser und altert relativ schnell. Greift so ziemlich alles an Kunststoffen und Lacken an, was nicht speziell drauf zugeschnitten ist. DOT 5.1 = Bremsflüssigkeit auf Silikonbasis, die kein Wasser mehr zieht. Greift so ziemlich alles an Kunststoffen an, was nicht speziell darauf zugeschnitten ist. Das klingt ansich gut für DOT 5.1. Ist es aber in der Praxis nicht. Denn: DOT 4 ist relativ dünnflüssig, DOT 5.1 sehr viel dickflüssiger. Das macht noch nicht viel aus, macht aber auch einen Unterschied. DOT 4 löst Wasser, DOT 5.1 garnicht. Wasser, das durch die Entlüftung des Bremsflüssigkeitsbehälters zwangsweise (!!!) in die Bremsflüssigkeit kommt sammelt sich daher an den tiefen Punkten der Bremsanlage. ALso zum Beispiel in den Radbremszylindern bzw. Bremssätteln. Und damit genau da, wo man es am allerwenigsten brauchen kann. Bremsanlagen für DOT 5.1 müssen daher komplett anders ausgelegt und aufgebaut werden als für DOT 4. Von der nicht gegebenen Mischbarkeit mal abgesehen. Ergebnis: DOT 5.1 ins Bus-Bremssystem einzufüllen macht nicht nur keinen Sinn, es ergibt Lebensgefährliche Probleme. In einer darauf ausgelegten Bremsanlage macht die neue Flüssigkeit Sinn, aber eben diese Auslegung ist beim Bus nicht gegeben und auch nur mit wirklich großem Aufwand machbar. Toffi
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